Corona und Propaganda

Im April 2020 habe ich mich auf dieser Plattform zu der Virusepidemie geäussert (siehe Corona und Ostern).

Immer noch beschäftigt dieses Thema massiv und weltweit Menschen und Medien. Der Schaden, der schon entstanden ist, kann kaum beziffert werden. Menschen sterben unter verschiedenen Umständen, aber sie sterben… und der Tod ist unerbittlich. Einige sterben auch etwas früher, weil sie sich mit Coronaviren infiziert haben. Bis Ende Oktober 2020 sind es in der Schweiz 2'172 Todesfälle, bei denen diese Viren eine Rolle gespielt haben (könnten).[1] 485 davon kamen noch in den Monaten Juni bis Ende Oktober 2020 dazu.[2][3] Knapp 80% davon waren über 80 Jahre alt, 90% waren über 70 Jahre alt. Bei 98% der Verstorbenen findet man zwei oder mehrere chronische Begleiterkrankungen.

In der Schweiz sind 2020 bis Woche 43 (25. Oktober) total 55'434 Leute gestorben. Das heisst: Nicht einmal 4% der Todesfälle in diesem Jahr haben irgendetwas mit Corona zu tun. Im gleichen Zeitraum 2019 starben nur ca. 300 weniger als 2020 und im Grippejahr 2015 starben ca. 300 mehr als in diesem Jahr. [4]

Diese Zahlen legen nahe, dass medizinisch keine ausserordentliche Lage im Sinn des schweizerischen Epidemie-Gesetzes begründet werden kann. Dies bedeutet, dass Verordnungen, die die persönliche Freiheit einschränken (wie allgemeine Maskenpflicht, Impfzwang etc), jetzt nicht mehr ausreichend begründet werden können. Sie müssten in unserer Demokratie durch das Parlament (Gesetzgeber) beschlossen werden.

Weltweit wird die Zahl der mit (nicht unbedingt an) Corona Verstorbenen bis Ende Oktober 2020 mit etwa 1'200'000 angegeben. Das sind nicht doppelt so viele wie 2019 an AIDS Verstorbenen sind und deutlich weniger als 2018 weltweit an Tuberkulose gestorben sind.[5][6] Bei jenen Verstorbenen ist das Durchschnittsalter der Todesfälle überhaupt nicht mit den Corona Toten vergleichbar (viel jünger).

Natürlich ist die Situation nicht in allen Ländern gleich, aber das hat seine guten Gründe.[7]

Es ist wichtig, zu unterscheiden zwischen glaubwürdigen Zahlen (wie oben, Schweizer Todesfallstatistik) und Propaganda, die eine gewisse Wirkung haben soll.

Abb. 1 - Laborbestätigte Todesfälle aufgrund von COVID-19 nach Altersklassen.[8]

Wir sind dauernd umgeben von Propaganda. Sie wird eingesetzt in Politik und Gesundheitswesen und in vielen Bereichen des Zusammenlebens, sogar in Religion und Kirchengeschichte. Sie wirkt über unser Gehör (Radio) und in modernen Zeiten noch eindrücklicher über die Augen (Fernsehen, YouTube etc.). Ständige Wiederholung von zweifelhaften Aussagen ist ein wichtiges Mittel der Propaganda und lässt etwas wahrer und wahrscheinlicher erscheinen.

Propaganda hat neben erfundenen Lügen oft etwas Wahres und viel manipulativ verändertes Halbwahres. Gerade die «Fallzahlen» oder «Neuinfektionen», die regelmässig veröffentlicht werden, beurteilt man, wie oben demonstriert in keinem Zusammenhang mit anderen Zahlen. Auch die bisher nicht die Kapazitätsgrenzen überschreitende Belastung des Schweizer Gesundheitswesens durch Corona wird ausgeblendet. Eine ausgeglichene Betrachtung fehlt meistens.

Offenbar wird zunehmend die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen eingeschränkt und der Staat erhält viel mehr Macht, einerseits in der Bearbeitung von Informationen und Beeinflussung der Medien und anderseits als Retter von (durch Massnahmen) geschädigten Firmen und Institutionen. Als nächstes dürfte der Druck für eine zweifelhafte und unausgereifte Impflösung aktuell werden (Impfzwang).

Das lässt Theorien aufkeimen, die ein internationales Netz von Drahtziehern vermuten. Sowohl gegen Staatspropaganda und auch gegen solche Verschwörungspropaganda gilt es aber nüchtern zu bleiben[9] und sorgfältig abzuwägen: Was ist möglich? Was ist plausibel? Dazu muss man Informationen aus verschiedenen Quellen prüfen und Zahlen und Statistiken, wie oben erwähnt in ihrer Verhältnismässigkeit analysieren. Auch wichtige und prominente Leute in Politik und Gesellschaft können Propaganda verbreiten. Es gilt kritisch zu sein.

Propaganda will nicht in erster Linie das vernünftige Denken und die nüchterne Beurteilung ansprechen und überzeugen, sondern Gefühle manipulieren. Durch das Erzeugen von Ängsten werden Menschen gefügig gemacht.

Wie im Artikel Corona und Ostern klar gemacht, möchte uns das Evangelium (die gute Nachricht) von Jesus Christus und seiner Rettung vom Diktat der Angst befreien.[10]

Er hat die Zukunft in der Hand!

Medizin

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